Die Gründungsjahre
23. Sept. 1908
Gründung der Verbindung österreichischer katholischer Mittelschüler (VökM) „Marko Danubia“ in Korneuburg durch einige Aktive der Hochschulverbindung „Danubia“.
Farben: Schwarz-Grün-Gold
Mütze: dunkelweinroter Samt
Wahlspruch: Deutsch und Treu (später: Fest und Treu)
Kurzbezeichnung: MD bzw. M-D (seit 1970 MDK)
Gründungssenior: Eduard Heinzl v. Roland (Foto)
Weitere Gründungsmitglieder: Rudolf Heinzl v. Siegfried und Georg Berger v. Harald)

Marko Danubia gehört damit zu den ältesten Mittelschüler- Verbindungen in NÖ:
– 1904 Waldmark Horn
– 1908 Herulia Stockerau, Babenberg Wr. Neustadt
– 1913 Austria Krems
Da Korneuburg keine Obermittelschule hatte, kamen die Mitglieder vorwiegend aus den Gymnasien in Stockerau und Floridsdorf.
1912
Vorübergehende Stilllegung des Verbindungsbetriebes wegen der Gefahr von Sanktionen (Schulverweis, Inhaftierung) nach dem Gesetz über das Koalitionsverbot.
Zwischenkriegszeit
1919
Zu Pfingsten erfolgt die Reaktivierung Marko Danubias durch Dr. Julius Kallus unter Mitwirkung von Bbr Hermann Käfer, Robert Sperner, Franz Müller und Rudolf Engel.
Es gibt wieder einen geordneten Budenbetrieb, Wichsen werden angeschafft und öffentliche Veranstaltungen organisiert.

Foto: Dr. Julius Kallus
Marko Danubia pflegt Kontakte zu politischen Vertretern in der Stadt Korneuburg und im Land Niederösterreich.
Das Verbindungsleben spielt sich in folgenden Standorten/Gasthäusern ab:
– Stracker jetzt W.Rödl,
– Molzer jetzt Schnitzelhaus, – Weißes Rössl jetzt Stadtsaal,
– Molinari jetzt Hammer,
– Schmalvogel jetzt Barenth
– und Altmann.
Gründung des Verbandes katholisch-deutscher Pennalverbindungen (VPV) in Wien.
Erste Versuche zur Gründung eines Stadtverbandes aller christlichen Jugendverbände in Korneuburg.
Gründung des Zweckverbandes „Grenzland“:
Marko Danubia Korneuburg, Herulia Stockerau, Arminia Hollabrunn, Arminia und Rhaeto Norica Klosterneuburg, Kreuzenstein Wien, Leopoldina Gänserndorf
1927
Zu Pfingsten 1927 wird das 19. Stiftungsfest gefeiert.

1927
Das 25. Stiftungsfest der Verbindung findet zu Pfingsten 1933 statt.
Hier findest du das Gedenkblatt.


Foto: Hermann Lorenz v. Ingo I
Im Rahmen des Stiftungsfests finden auf Einladung des Seniors MD Hermann Lorenz v. Ingo Vorbereitungsgespräche (Protokoll) statt, die am 9. 9. 1933 im Rahmen des gesamtösterreichischen Katholikentages zur Gründung des VKM (ab 1935 MKV) führen. 78 Verbindungen schlossen sich zum „Verband der katholischen deutschen farbentragenden Mittelschulverbindungen Österreichs“ zusammen. Federführend waren: Ostmark Wien (Senior Jaro Sterbik-Lamina v. Totila) und Marko Danubia (Senior Hermann Lorenz v. Ingo).
1933
Ein weiterer wesentlicher Schritt wurde getätigt:
Marko Danubia veranstaltete ihren ersten Ball, den Vorgänger der späteren Redouten. Seither waren die gesellschaftlichen Veranstaltungen in der Stadt gewünscht, die Verbindung hatte einen ganz wesentlichen Schritt getan, sie war ein fest integrierter Bestandteil in der Korneuburger Gesellschaft geworden.
1938-1945
Der Einmarsch der deutschen Truppen am 12. März 1938 beendete schlagartig jede legale Tätigkeit des MKV und der Verbindungen. Sie wurden behördlich aufgelöst und der Kartellvorsitzende Jaro Sterbik-Lamina (OCW) zum Liquidator bestellt, der auch die Auflösung der Verbindungen und die Ablieferung deren Vermögen veranlassen musste. So führte auch unsere Verbindung in dieser dunklen Zeit der österreichischen Geschichte ein sehr eingeschränktes und natürlich illegales Dasein. Verbindungsutensilien wurden im letzten Moment bei der ortsansässigen deutsch nationalen Studentenverbindung Arminia versteckt, da sie damals noch nicht verboten war (erst ab 1939). Die spärlichen Zusammen-
künfte der Bundesbrüder fanden nach der Vernichtung der Bude im Gasthaus Barenth durch die Nationalsozialisten meist in der Wohnung des langjährigen, treuen Konkneipanten MDs Karl Prachthäuser v. Stift in der Donaustraße statt. Während der nun 6 Jahre dauernden Kriegszeit mussten auch viele Bundesbrüder ihr Leben lassen, derer an dieser Stelle mit Ehrerbietung gedacht werden soll. Auch die Annalen, Ehrenbücher und zahllose andere Utensilien Marko Danubiae waren unwiederbringlich verloren. Aus den rauchenden Trümmern des ,,Tausendjährigen Reiches“ entstand 1945 erneut die Republik Österreich. Jedoch wir waren nicht frei. Die 4 Alliierten teilten unser Land in Besatzungszonen, wobei Niederösterreich unter russischer Oberhoheit stand. Aufgrund des Vereinsorganisationsgesetzes vom 31. 7. 1945 erfolgte am 8. 9. 1945 in Wien die Reaktivierung des MKV. Auch in Niederösterreich kam es trotz der großen materiellen Schwierigkeiten zunächst zögernd und dann immer rascher zur Wiedergründung der alten und zur Gründung neuer Verbindungen.
Wiedergründung 1945

Wieder war es unsere Verbindung, die als erste neue Impulse setzte, denn bereits im Herbst 1945 wurde mit dem 37. Stiftungsfest auch die Wiedergründung gefeiert. Dieser neuerliche Beginn war bei Gott nicht leicht, fehlte es doch an den dafür nötigen Verbindungsutensilien. Noch dazu kam die persönliche Unsicherheit jedes einzelnen, der sich zu Marko Danubia bekannte. Man war ja den Launen der allgewaltigen Kommandatura ausgeliefert, und es
geschah nicht selten, dass BbBb dorthin vorgeladen wurden.
Trotzdem gab es bereits 1945 einen neu gewählten ChC, dem folgende Bundesbrüder angehörten:
- x Franz Binder v. Schwips
- xx Dr. Rudolf Finz v. Ekkehard
- xxx Franz Rösel v. Baldur
- FM Alois Slobodzian v. Roland
- xxxx Karl Prachthäuser v. Stift


Dr. Rudolf Finz v. Ekkehard
Bis zum 50. Stiftungsfest
Gemeinsam unternahm man nun alle Versuche, um der Verbindung wieder jenen Stellenwert im lokalen Leben einzuräumen, der ihr bereits früher inne war. Im Gasthaus Barenth wurde mit erbetteltem Inventar die erste Bude eingerichtet, die aber am 25. 11. 1946 von den Russen beschlagnahmt wurde. Bereits aus dem Juni 1946 datiert ein Mietvertrag zwischen dem Gastwirten Karl Kaubek und Bb Alois Slobodzian, der MDK die Benützung des kleinen Extrazimmers sicherte. Dies sollte für die kommenden Jahre bis 1960 die Heimstätte unserer Verbindung bleiben. Dort begann der neuerliche Aufstieg. Aus dem Kreis der Korneuburger Ministranten wurden die ersten Fuchsen geworben, wie z.B.: Otto Frühlinger v. Gunther, Hans Schmied v. Dietrich, Josef Britt v. Heimo, Gerhard Ulm v. Stix, Richard Gerstenecker v. Wittich, Heinrich Seidl v. Faustus uvm.
Die Bedeutung Marko Danubias in Korneuburg lässt sich jedoch auch daraus ablesen, dass ihre Mitglieder es waren, die zur Gründung der Union Korneuburg maßgeblich beitrugen. So wurde 1947 die Fußballsektion neu ins Leben gerufen. Es folgte weiters großes Engagement vieler Bundesbrüder bei der Wiedergründung der Sektionen Turnen und Handball, wobei die Parallelität in der Mitgliedschaft noch bis heute festzustellen ist.
Im selben Jahr wurde bei Kaubek ein Tanzkurs unter der Leitung eines bekannten Wiener Tanzlehrers abgehalten. Als Abschluss fand ein Frühlingsfest im Hotelsaal Bauer (Staatsaal) statt, bei dem das damals bekannte Tanzorchester Leo Jaritz spielte. Obwohl der Saal damals in einem desolaten Zustand war und Dekorationsmaterial kaum aufgetrieben werden konnte,
wurde dieser Ball ein Riesenerfolg. Aus dem Reingewinn konnte nicht nur eine Autobusfahrt nach Lunz/See sondern auch eine dreiwöchige Ferienaktion für die Aktivitas in Seefeld in Tirol finanziert werden. Für das Zustandekommen dieser Aktion erhielten der damalige Bundesjugendführer der ÖJB
Josef Hans und der Kartellvorsitzende des MKV Wilhelm Schmied v. Hadubrand (+) beim 39. Stiftungsfest das Band unserer Verbindung.

Im Jahre 1948 führte MDK den Vorsitz im NÖLV und organisierte erstmals in Amstetten einen Pennälertag in der Russenzone. Drei Bundesbrüder Marko Danubias wurden in den NÖLV (heute NÖMKV) gewählt. LVx war damals Bb Franz Binder v. Schwips, der diese unter den damaligen Verhältnissen ungemein schwierige und riskante Veranstaltung glänzend durchführte. LVxxx war Julius Röhrer v. Laurin und LVxxxx Alois Slobodzian v. Roland.

Das 2. Frühlingsfest, das 1949 unter dem Motto „In einer Macht im Mai“ stand, litt unter der inzwischen erfolgten Währungsreform und dem daraus resultierendem Geldmangel. Da der Erfolg ergo dessen nicht mehr gegeben war, verzichtete man in den kommenden Jahren auf diese Art von Veranstaltung. Den Höhepunkt dieser Periode bildete das glänzend durchgeführte 40. Stiftungsfest. Auch unsere Mutterverbindung Danubia Wien war damals noch öfter in Korneuburg. Es wurden gemeinsam Kneipen geschlagen und 1951 die neue Danubenfahne durch Farbenbruder Prälat Wildenauer in Korneuburg geweiht. Nach dem 40. Stiftungsfest setzte ein Generationswechsel ein, der vorerst nur schwer verkraftet wurde. Der Nachwuchs blieb aus, und das Verbindungsleben stagnierte. Erst ab 1951 ging es wieder aufwärts. Die treibenden Kräfte waren vor allem Otto Frühlinger v. Gunter und Richard Gerstenecker v Wittich. Beim 10. Pennälertag zu Pfingsten 1952 in Wien konnte MDK stolz ihre ersten zwei Vollwichsen vorführen. Im Herbst 1952 veranstaltete der NÖLV über Vorschlag Wittichs in Korneuburg das 1. “NÖ Landestreffen des MKV“. In dessen Rahmen wurde im Burghof von Kreuzenstein Hoffmannsthals „Jedermann“ von der Spielschar der Pfarre Korneuburg aufgeführt. Die Hauptrolle spielte Bbr Herbert Neumayer v. Rüdiger, und auch zahlreiche andere Bundesbrüder wirkten dabei mit. Diese damals sehr erfolgreiche Pfarrspielschar wurde vorwiegend von Marko Danuben mit Otto Frühlinger an der Spitze getragen. Sie setzte auch die ersten Initiativen zur Rettung der Augustinerkirche.
Die aufblühende Aktivitas bemühte sich nun, auch im Fasching mit entsprechenden Veranstaltungen an die Öffentlichkeit zu treten. Am Faschingsamstag 1953 fand bei Kaubek das erste Gschnasfest unter dem Motto „Rendesvous am Montmartre“ statt. Daraus entstand eine bis heute andauernde Tradition. Einen Schritt weiter ging man 1954. Am 16. 1. d. J. wurde im Rathauskeller die erste, vorerst noch kleine Redoute veranstaltet.

Von 1958 – 1961 fanden die Redouten dann in dem nicht mehr bestehenden Klubhaus der Ölraffinerie und nach einer lokalbedingten Unterbrechung seit 1964 im Festsaal der Stadt Korneuburg statt. Die überwiegend als „Sylvester – Redouten“ durchgeführten Veranstaltungen fanden bis 1981 kontinuierlich statt. Das Überangebot an Veranstaltungen bzw. eine teilweise Arbeitsmüdigkeit der Bundesbrüder führte dazu, dass sie 1982 erstmals entfiel. Im Mai 1957 verstarb unser Gründungssenior Eduard Heinzl v. Roland, und am 10. 12. d. J. traf die Verbindung ein weiterer schwerer Schlag durch den plötzlichen Tod von Otto Frühlinger v. Gunther, der erst im 27. Lebensjahr stand, und sehr viel für die Verbindung geleistet hatte. Einen weiteren Markstein in der Verbindungsgeschichte bildete dann das 50. Stiftungsfest vom 19. 9. – 4. 10. 1958. Wieder hatte MDK den Vorsitz im NÖLV inne und daher das Landestreffen zu veranstalten. Für dieses konnten zwei weitere Vollwichsen und eine Verbindungsfahne angeschafft werden. Beim Festkommers platzte der Stadtsaal aus den Nähten. Am darauffolgenden Sonntag bewegte sich, nach der Fahnenweihe durch Generalabt Koberger, ein stattlicher Festzug durch das gerade ,,aufgerissene“ Korneuburg.

Beim Festakt im Kinosaal sprach Staatssekretär Dr. Hermann Withalm, NGL. Am Nachmittag fand im Kreuzensteiner Burghof eine der letzten großen Aufführungen der nach dem Tode Gunthers zerfallenden Spielschar statt. Unter der Regie von Prof. Johann Kraft v. Pythagoras (+) und unter der Mitwirkung des damaligen Verbindungsseelsorgers Kaplan Matthäus Lugmayer v. Augustinus wurde Hoffmannsthals ,,Großes Salzburger Welttheater“ aufgeführt. Den Abschluss des Jubelfestes bildete ein Ball im Raffinerieklub. Im Herbst 1959 verstarb der „Vater Marko Danubias“ Min.Rat Dr. Julius Kallus, der Wiedergründungssenior 1919. Wenige Tage vorher war er noch beim Festzug des Landestreffens in St. Pölten mitmarschiert.
Neue Bude
Durch die steigende Mitgliederzahl wurde die Bude im Gasthaus Kaubek allmählich zu klein, und so griffen wir freudig zu, als sich durch den damaligen Bezirkshauptmann, Dr. Wiesinger v. Michl, die Möglichkeit zur Anmietung der heutigen Bude in der ehemaligen Mädchenschule ergab. In einer einmaligen Gemeinschaftsarbeit wurden die dafür vorgesehenen Räumlichkeiten – mit relativ geringen Geldmitteln – umgebaut und generalsaniert. Am 16. 12. 1960 konnte die neue Bude schließlich durch Herrn Stadtpfarrer Eberhart Plessl eingeweiht und in Betrieb genommen werden. Sie stellt bis heute das Zentrum unseres Verbindungsgeschehens dar.

Doch bald danach begann neuerlich das große Zittern um diese ideale Heimstätte. Nachdem die Mädchenschule abgesiedelt worden war, stand das Gebäude leer und sollte verkauft werden. Eine Budenkomission unter der Leitung von Ah Rudolf Neckam v. Titus wurde eingesetzt. Sie prüfte verschiedene Projekte (z.B.: Hochhaus Brückenstraße, Kellerausbau Minnich/Kronberger) usw. und verwarf sie schließlich alle aus den verschiedensten Gründen. Schließlich wurde mit tatkräftiger Unterstützung durch Bb Dr. Suchanek v. Longinus ein gangbarer Weg zur Erhaltung der alten Bude gefunden.
Umbenennung
Beim 55. Stiftungsfest erfolgte die Bandverleihung an Minister Dr. Georg Prader,
Vizepräsident Dkfm. Dr. Marschall und Min.Rat Dr. Heinzl. Am 15. 9. 1967 wurde eine neue Geschäftsordnung der Verbindung beschlossen. Die Bezeichnung ,,Verbindung österreichischer katholischer Mittelschüler“ wurde in ,,katholische österreichische Studentenverbindung“ abgeändert.
Herulia Stockerau
Anlässlich des 60. Stiftungsfestes erfolgte der Bändertausch mit der Nachbarverbindung Herulia Stockerau.


Tennisclub Schwarz Grün Gold
Am 21. 6. 1971 wurde der Tennisclub „Schwarz – grün -gold“ gegründet. MDK stellte dafür eine kurzfristige finanzielle Starthilfe in Höhe von S 40.000.- zur Verfügung. Die Mitglieder der Budenkommission waren gleichzeitig auch Gründungsmitglieder. Es waren dies die AhAh Alois Slobodzian v. Roland, Helmut Maierhofer v. Hagen, Ing. Winfried Schafler v. Ghandi, Rudolf Neckam v. Titus, Ing. Harald Ritthaler v. Volker, Ing. Edmund Seidl v. Parzival, Ing. Horst Kreysa v. Stopsl. Dieser Klub sollte den verwilderten Turnplatz in eine Tennisanlage umwandeln und gleichseitig einen Teil des alten Schulgebäudes mieten und an interessierte Vereine weitervermieten. Das gewaltige Vorhaben konnte nicht zuletzt
durch den großen persönlichen Einsatz des TC-Obmannes ADir. Alois Slobodzian v. Roland und die tatkräftige Unterstützung durch Hofrat Dr. Kurt Suchanek v. Longinus glänzend realisiert werden. Eine Tennisanlage mit vorerst 4 Plätzen und diversen Klubanlagen wurde geschaffen. Gleichzeitig fanden neben Marko Danubia auch die Union und die JVP neue Heimstätten. Die Bude konnte fast auf das doppelte Ausmaß vergrößert werden und ist heute zweifellos eine der größten und schönsten im MKV. Das alles konnte natürlich nur durch größte Mühe und unter gewaltigen Opfern erreicht werden. Zahlreiche Mitglieder fanden bei dem neuen Klub die Möglichkeit vor, den Tennissport auszuüben. Durch die Initiative unseres Ehrenmitgliedes Landtagspräsident Dipl. Ing. Josef Robl, wurde auch das übrige Schulgebäude renoviert und durch den Einzug einer Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule revitalisiert. Dadurch wurde es auch möglich, die Bude an die Zentralheizung anzuschließen, was sich sehr günstig auf den Budenbetrieb auswirkte. Mit der HAK erhielt Korneuburg auch erstmalig eine eigene höhere Schule. Das wiederum wirkte sich in der Folge sehr günstig auf den Nachwuchs in der Verbindung aus.

1970 – 1980
In dieser Zeit der siebziger Jahre ist weiters die rege Tätigkeit unseres engagierten
Verbindungsseelsorgers Kaplan Bernhard Backovsky v. Ramses (jetzt Abt des Stiftes Klosterneuburg) zu erwähnen, der in einer Reihe von Hausmessen und Diskussionsabenden das katholische Element unseres Verbindungslebens zum Ausdruck brachte. Einen glänzenden Verlauf nahm dann das 70. Stiftungsfest.

MDK war damals wieder einmal vorsitzende Verbindung des NÖMKV und organisierte ein prächtiges, in der Öffentlichkeit viel beachtetes Landestreffen. Eine Reihe von Veranstaltungen gipfelte in dem am 7. 10. 1978 abgehaltenen Empfang durch den Präsidenten des NÖ Landtages Dipl.Ing. Josef Robl auf der Bude, zu dem maßgebende Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Klerus und Kultur
kamen. Die Festrede des tags darauf folgenden Kommerses wurde von Kartellbruder Vizekanzler a.D. Dr. Withalm gehalten. Seit diesem 140. Semester erschient in regelmäßigen Abständen die Verbindungszeitschrift „Colloquium“. Sie wurde vom damaligen Senior Wolfgang Schirmbrand v. Bolke mit der Festschrift anlässlich des 70. Stiftungsfestes reaktiviert und hat sich in den nun folgenden 5
Jahren ihres Bestandes durch die aufopfernde Mitarbeit eines kleinen Kreises von Bundesbrüdern (Schlumpf, Gernot, D’Artagnan, Ra und Tiger) zu einer ausgezeichneten Informationsquelle entwickelt. Sie stellt neben dieser Berichterstattung auch ein wichtiges Verbindungsglied zu jenen Bundesbrüder dar, denen es aus beruflichen bzw. aus einem entfernten Wohnsitz bedingten Gründen nicht mehr möglich ist, regelmäßig am Verbindungsgeschehen teilzunehmen.

Eine Abwechslung im alljährlichen sich wiederholenden Verbindungsgeschehen stellte die am 8. 9. 1979 auf der Feste Kaja abgehaltene Burgkneipe dar. Ein ungeheuer Publikumserfolg war der 5. Sylvesterredoute 1979/80 beschert. Der Stadtsaal wurde von Tanzhungrigen förmlich gestürmt, und es konnte sich auch sehen und hören lassen, was da unter der Leitung von Redouteobmann Bb Rudolf Neckam v. Titus an Dekoration und musikalischen Leistungen geboten wurde. Es war dies zweifellos jene Veranstaltung, die unserer Verbindung den größten finanziellen Reinerlös der letzten Jahre bescherte.
1980-1990
Das Jahr 1980 brachte ein Aufleben früherer Theatertraditionen. In Anlehnung an die Intentionen der ursprünglichen „Pfarrspielschar“ wurde das MDK- Ensemble „Die Bude“ gegründet. Als „Männer der ersten Stunde“ wären in diesem Zusammenhang folgende Bundesbrüder zu nennen: Bolke, Athos, Remus, Schlumpf, Parzifal, Cäsar, Augustus, D’Artagnan, Gernot, Ra, Columbus, Sebastian, Titus, Cosinus. Der Auftakt zu dieser ab nun dreijährigen Tätigkeit war im Oktober 1980 mit L. Thomas Komödie ,,Moral“ gegeben. Der überwältigende Erfolg veranlasste die Gruppe, im nächsten Jahr fortzusetzen, und wir sahen
Gogols „Revisor“. 1982 folgte der „Talismann“ von Nestroy, 1984 die Komödie „Der Lügner“ von Carlo Goldoni und 1986 „Stadt und Land – Der Viehhändler von Oberösterreich“, eine Biedermeierposse von Friedrich Kaiser. Die bislang letzte Spielzeit bescherte uns schließlich 1988 „Erde“, eine expressionistische Tiroler Bauernkomödie von Karl Schönherr, wobei abschließend zu diesem Kapitel zu sage wäre, dass die Reaktionen des stets zahlreich erschienenen Publikums eigentlich eindeutig darauf hinwiesen, dass hier ein richtiger Weg eingeschlagen wurde, mit viel Fleiß und Engagement, der unserer Gesinnungsemeinschaft von außen her sehr viel Anerkennung brachte. 1983 fand wieder einmal ein Jubelstiftungsfest (75.) in großem Rahmen statt.

Das Festprogramm enthielt eine ausführliche Ausstellung über die 75-jährige Geschichte der Marko Danubia, gestaltet von den Bundesbrüdern Dr. Werner Maierhofer v. Gernot und Mag. Günther Razenberger v. Schlumpf. Die Eröffnung der Ausstellung wurde von Bb Verteidigungsminister a.D. Dr. Georg Prader durchgeführt.

Diskussionsabend: Die Prinzipien im Wandel der Zeit (Ernst Peichl v. Wamperl, Bernhard Backovsky v. Ramses, Josef Gerstenecker v. Walther, Alfred Gehart v. Spund, Winfried Schafler v. Ghandi, Johannes Scheuringer v. Ra)
Der erste große Budenumbau auf der neuen, großen Bude wurde 1986 bis 1988 durchgeführt. Der Fußboden und die Beleuchtung wurden erneuert, die Holzvertäfelung der Wand wurde durchgeführt und der Garderobenbereich neu gestaltet. Im Glanz der frisch renovierten Bude fand 1988 das 80. Stiftungsfest statt.

Marko Danubia hatte zu diesem Zeitpunkt den Landesvorsitz des NöMKV. Das Landestreffen des NöMKV wurde im
Rahmen dieses Stiftungsfestes durchgeführt. Das umfassende Programm ging an die Belastungsgrenzen der Aktivitas und der Altherrenschaft. Der damalige Landeshauptmann Kbr. Siegfried Ludwig hielt die Festrede unter dem Motto „Wege, die in die Zukunft führen“ beim Landesverbandsconvent. Sehr erfreulich war die persönliche Ansprache der NöMKVer durch den Landeshauptmann. Die Veranstaltung war ein Riesenerfolg. Um den Kontakt zwischen jungen und alten Verbindungsmitgliedern zu fördern, wurden 1989 zum ersten Mal Klausurtage im Stift Altenburg unter dem Motto „Quo Vadis – Marko Danubia?“ abgehalten. Aufgrund des großen Erfolges wurden weitere Klausurtage im Abstand von zwei Jahren abgehalten. Im Herbst 1989, vor den Gemeinderatswahlen, veranstaltete der ChC eine Podiumsdiskussion der Spitzenkandidaten der Gemeinderatsfraktionen im Rathaussaal. Knapp 200 Besucher gewannen dadurch ein gutes Bild der politischen Situation in Korneuburg.

1990 – 1999
Ein Höhepunkt im 164. Semester war eine von Schülern und Lehrern der HAK Korneuburg und der Marko Danubia am 23. 3. 1990 veranstaltete Dichterlesung mit dem bekannten Schriftsteller H.C. Artmann (+), die über 100 Zuhörer begeisterte. Am 15.12.1990 feierte unsere Verbindung im Rahmen eines Festaktes das dreißigjährige Bestehen unserer heutigen Bude. Die Wiedereinweihung vollzog unser Stadtpfarrer Wolfgang Jöchlinger. Das 85. Stiftungsfest hob sich durch eine Ausstellung über studentische Liedgut in den Gängen des Korneuburger Rathauses und einen glänzenden Festkommers am 25.9.1993
hervor.

1994 beschlossen einige engagierte Bundesbrüder um Bb Falco, die alte Tradition der Marko Danuben Redoute wieder aufleben zu lassen. Da der begehrte Termin des 31.Dezembers aufgrund einer anderen Veranstaltung im Korneuburger Stadtsaal nicht möglich war, wurde ein Herbstball vorgeschlagen und schlussendlich realisiert. Die Mitternachtseinlage der ersten
„Herbstredoute“ war zweifellos deren Höhepunkt. Sechs Bundesbrüder strapazierten die Lachmuskeln der zahlreichen Besucher mit ihrer Interpretation des Balletts „Schwanensee“. Die Tätigkeiten der Marko Danubia in den Neunzigerjahren wurden oft durch die Zusammenarbeit mit der 1989 gegründete Mädchenverbindung „Laetitia“ bereichert, wie die ab nun gemeinsame Durchführung des Faschingsgschnas.
1995 wird unser Verbindungsseelsorger BB HH Bernhard Backovsky v. Ramses wird zum Propst des Stiftes Klosterneuburg gewählt. Er ist damit der 66. Propst und 17. Lateranensische Abt (2002 wird er Generalabt aller Augustiner Chorherrn in Österreich, 2010 wird er Abt Primas aller Chorherrnklöster)

Die Ferialzeit unserer Verbindung erfuhr im August 1996 einen entscheidenden Aufschwung durch das ab nun alljährlich von Bb Claudius organisierte Tischtennisturnier. In den Räumlichkeiten des Korneuburger Rathauses wurde am 24.9.1997 ein Podiums diskussion zum Thema „österr. Verteidigungspolitik Neutralität – Nato, WEU“ mit den Diskutanten Divisionär Günther Greindl und Bruno Aigner (SPÖ) veranstaltet. Der
erwünschte Besucherandrang konnte nicht erreicht werden, die Veranstaltung brachte aber viel kompetente Information für die erschienenen Gäste.
Am 16. und 17. Jänner 1998 ermöglichte der ChC 6 jungen Bands aus Korneuburg und Umgebung, ihr Können im Rahmen des „Boodstock“ unter Beweis zu stellen.
Das 90. Stiftungsfest am 25.9.1998 stand im Schatten einer sehr kleinen Aktivitas. Durch die gelungene Organisation des AhChC konnte jedoch ein Jubelstiftungsfest in guter Atmosphäre gefeiert werden. Das Motto dieses Stiftungsfestes lautete „ein Fest von Marko Danuben für Marko Danuben“. Neben einem Tennisdoppelturnier wurde auch ein klassisches Konzert im Rathaussaal und eine Bieroper veranstaltet. Auch im sportlichen Bereich setzten Mitglieder unserer Verbindung in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wieder entscheidende Aktivitäten. Eine Reihe Bundesbrüder sind in den verschiedensten Sektionen (Handball, Fußball, Turnen) der ortsansässigen UNION teils als
Funktionäre teils als Sportler tätig. MDK besaß des weiteren eine eigene Fußballmannschaft, die des öfteren erfolgreich an die Öffentlichkeit getreten ist.
Eine Reihe von Bundesbrüdern waren und sind auch heute noch in Funktionen des öffentlichen und kulturellen Lebens tätig. Sie alle, ob sie nun im Gemeinde- bzw. Stadtrat tätig waren, oder auch als Mitglieder des Pfarrgemeinderates, beweisen, dass Marko Danuben stets das Geschehen in unserer Heimatstadt wesentlich beeinflussen und immer beeinflusst haben. Wir wissen alle, dass unsere Zeit mit einer Reihe neuer und manchmal auch gemeinschaftsgefährdender Fakten an uns herantritt. Aber hierin ist dann wohl der hauptsächliche Sinn so eines historischen Rückblickes zu sehen, denn er vermittelt doch sehr klar, dass eine bedeutende Anzahl von Bundesbrüder schon lange vor uns, in oftmals viel schwierigeren Situationen, einen Weg gingen, der – gestützt auf die studentischen Ideale und gepaart mit persönlichem Mut und entsprechender Charakterstärke – richtungsweisend war und sein soll. Diese, unsere Ideale gilt es, der heutigen Zeit entsprechend, zu wahren, und dementsprechend zu handeln; dann braucht uns um den erfolgreichen Weiterbestand unserer Marko Danubia in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht bange sein.
2000-2010
Beginn der Planung zur großen Budenumgestaltung. Wegen der Erweiterung der HAK muss der Tennisclub „schwarz grün gold“ auf einen neuen Standort übersiedeln. Die Marko Danuben-Bude kann erhalten und erweitert werden.
2002 findet die 1. Fußwallfahrt nach Karnabrunn statt.

Im Rahmen des 95. Stiftungsfests findet das 52. Landestreffen des NÖ-Landesverbands in Korneuburg statt.

100 Jahre Marko Danubia
2008 feierte unsere Marko Danubia feiert sein 100-jähriges Bestehen mit einer Reihe von festlichen Veranstaltungen:
Eröffnungskonzert am 6. September 2008.
Bieroper am 19. u. 20. September „Dr. Faust und der Teufel vom Bisamberg“.
Landesvaterkneipe am 23. September 2008.


Im Jahr 2009 am Pennälertag 2009 wird Bundesbruder Michael Wilim v. Diablo zum Kartellsenior gewählt.
2010-2020
MDK veranstaltet eine Klausur in Sopron

Teilnahme an der Festsitzung des Gemeinderats anläßlich 875 Jahre Korneuburg am 2.2.2011

Auftakt der Feiern „800 Jahre Pfarre Korneuburg am 26.11.2011
Tauchclub Schwarz Grün Gold
Der Tauchclub „Schwarz-Grün-Gold“ wird am 23.1.2013 gegründet.

Gründungsmitglieder: GEHART Norbert sen. v. Athos, GEHART Juliane, SCHMIDT Wolfgang v. Falco, KREMLICKA Christopher v. Krecka